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Antworten auf Fragen zum Thema Interim Management

In unserem FAQ finden Sie Antworten auf alle Fragen rund um das Thema Interim Management.

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Als Interim Management wird der befristete Einsatz externer Führungskräfte zur Übernahme temporärer Managementaufgaben aufgrund von Ressourcenknappheit, Kompetenzbedarf oder zur Überbrückung von Vakanzen bezeichnet. Interim Manager sind in der Regel selbstständige Manager, die für ein bestimmtes Projekt, eine Führungsaufgabe oder eine dringende Personal-Vakanz für einen vereinbarten Zeitraum als verantwortlich im Unternehmen handelnde Manager engagiert werden. Entlohnt werden sie gegen Rechnungstellung nach vorher vereinbarten Tagessätzen. Ihre Mandate enden entweder nach der vertraglich fixierten Zeit oder bereits vorher, nach erfolgreicher Erledigung der im Vertrag vereinbarten Aufgaben, es sei denn, sie werden für neue Aufgaben verlängert.

Interim Manager werden regelmäßig entweder in Linienfunktionen oder in Programmen und Projekten eingesetzt, in denen sie strategische oder wichtige operative Aufgaben leiten und umsetzen.

Unternehmen, die externe Kompetenzen temporär nutzen, sind ihren Wettbewerbern auf dem Weg zur effizienten, „schlanken“ Organisation einen entscheidenden Schritt voraus. Für sie ist Interim Management ein passgenaues Instrument flexibler Ressourcenplanung und Unternehmensführung. Interim Manager fangen Management-Engpässe auf und verschaffen ihren Kunden durch hohe Flexibilität und externes Know-how messbare Wettbewerbsvorteile.

Während fest angestellte Manager neben der strategischen und operativen Unternehmensführung in der Hauptsache Regel- und Unterstützungsprozesse im Linienmanagement sicherstellen, werden flexible Management-Ressourcen vor allem für Projekte, Programme und Zusatzaufgaben eingesetzt. Das können Aufgaben der Geschäftsentwicklung, Post-Merger-Integration oder Restrukturierung ebenso sein wie Change Management, Prozessoptimierung oder Kostensenkung. Ein solchermaßen strategisch geplanter und flexibel genutzter Mix von festen und freien Management-Ressourcen bietet Unternehmen aller Branchen erhebliche Flexibilisierungspotenziale und Effizienzreserven.

Für den Einsatz von Interim Managern lassen sich im Wesentlichen drei Gründe nennen:

Ressourcen

Auslastungsspitzen und zusätzliche Aufgaben erzeugen erhöhten Bedarf an Management-Ressourcen, der nur begrenzt durch Mehrarbeit eigener Manager, durch Berater oder andere externe Dienstleistungen aufzufangen ist. Hier kann es zu Überlastungen der angestellten Manager ebenso kommen wie zu Transferverlusten in der Kooperation mit Externen. Außerdem besteht die Gefahr, dass die Verantwortungsbereiche und Führungsspannen zu groß werden, was zu Führungsdefiziten sowie zu erheblichen Qualitäts- und Effizienzverlusten führen kann, wenn etwa wichtige Teilaufgaben liegen bleiben oder Regelprozesse nicht hinreichend gemanagt werden. Derart volatiler Bedarf an Management-Kapazitäten kann durch Interim Management optimal aufgefangen werden.

Know-how

Spezialistenwissen und Führungskompetenzen sind in der so genannten Wissensgesellschaft zwei der wichtigsten und kostenintensivsten Produktionsfaktoren. Selbst für hoch profitable Unternehmen ist es ineffizient, redundante Management-Ressourcen oder spezialisiertes Fach- und Umsetzungswissen für alle Bedarfsfälle im eigenen Haus vorzuhalten. Im Gegenteil unterliegen nahezu alle privatwirtschaftlichen Unternehmen der drängenden Erwartung ihrer Anteilseigner, ihre Personalstruktur so schlank wie möglich zu gestalten. Abgesehen davon, lassen sich erfolgsorientierte Manager kaum in „Stand-By“-Positionen für mögliche Bedarfsfälle halten, sondern wollen operative Verantwortung übernehmen und sich aktiv weiterentwickeln. Werden unter diesen Bedingungen kurz- oder auch mittelfristig zusätzliche Kompetenzen gebraucht, können hierfür nicht erst neue Manager in Festanstellung gebracht werden. Dafür sind die Such- und Auswahlprozesse nicht zuletzt angesichts des wachsenden Fach- und Führungskräftemangels viel zu zeit- und kostenintensiv. In solchen Situationen bietet sich der Einsatz von Interim Managern geradezu an.

Vakanzen

Angesichts zunehmend schlanker und auf Effizienz optimierter Personalressourcen stehen die Personalabteilungen der Unternehmen unter hohem Druck, durch Ausfall eines Managers oder Aufbau neuer Positionen entstehende Vakanzen schnellstmöglich zu besetzen. Durch die zumeist hohen Anforderungen an die zu besetzende Position sind komplexe Auswahlverfahren und aufwendige Assessments notwendig. Trotz aller Bemühungen des Human Ressource Managements dauern Besetzungsprozesse nicht zuletzt aufgrund der derzeit immer knapper werdenden Angebote an Fach- und Führungskräften heute oft viele Monate. Diese Übergangsphasen werden zunehmend mit Interim Managern effizient überbrückt. Sie übernehmen kurzfristig die vakante Position, stellen die Umsetzung der Aufgaben sicher und unterstützen die Unternehmen im Idealfall auch bei der Auswahl und Einarbeitung des fest angestellten anzustellenden Managers.

Die Einsatzfelder des Interim Managements beschränken sich nicht auf die „harten“ Themen Sanierung und Personalabbau. Die Mehrzahl der Mandate liegt in aufbauenden, optimierenden oder überbrückenden Feldern. Besonders gefragt ist Interim Management in Turnaround-Prozessen, beim Überbrücken von Vakanzen, bei der Erschließung neuer Märkte, dem Aufbau neuer Geschäftsfelder und der Steuerung komplexer Projekte. Auf der Agenda stehen oft Unternehmensentwicklung, Effizienzsteigerung, Krisenmanagement sowie das Management strategischer Programme und Projekte Management. Darüber hinaus beschaffen sich Unternehmen über Interim Manager gezielt externes Fachwissen und Best-Practices.

Interim Mandate dauern in der Regel zwischen sieben und sechzehn Monate. In sehr komplexen Projekten werden Manager manchmal auch mehr als zwei Jahre gebunden.

Interim Manager werden sowohl von kleinen und mittleren Unternehmen als auch von internationalen Konzernen gebucht. Die Auftraggeber kommen aus allen Wirtschaftssektoren und Branchen, besonders aber aus der produzierenden Industrie, den IT- und Telekommunikationsunternehmen, dem Maschinen- und Anlagenbau, der Automobilzulieferindustrie, sowie dem Dienstleistungssektor. Selbst Institutionen der öffentlichen Hand oder mit öffentlicher Beteiligung wie etwa Stadtwerke engagieren in den letzten Jahren zunehmend Führungskräfte auf Zeit, um gezielt Fach- und Managementexpertise aus der Industrie zu gewinnen.

Die Interim Manager der taskforce sind in Funktionen in den Bereichen Finance, Human Resource Management, Informationstechnologie, Marketing und Kommunikation, Programm und Projektmanagement, Restrukturierung, Sales und Supply Chain Management tätig.

In den Augen mancher Führungskräfte haftet dem Einsatz von Interim Managern unterschwellig das Image des Versagens des eigenen Managements an. Doch wohl jeder Profi zieht umgehend einen Spezialisten zu Rate, wenn er selbst nicht weiterkommt. Souveräne Manager entscheiden sich ohne zu zögern für eine Unterstützung durch professionelle Management-Dienstleistungen. Denn die Lösung einer dringenden Aufgabe ist wichtiger, als sich davon aufgrund des Vorwurfs vermeintlicher Defizite abhalten zu lassen.

Zentrale Vorteile des Interim Managements:

Erfahrung

Entscheidende Mehrwerte sind die langjährige Führungserfahrung und die hohe Umsetzungskompetenz der Interim Manager, mit denen sie die Führungskräfte und Mitarbeiter des Mandantenunternehmens zumeist schnell überzeugen.

Ziel- und Ergebnisorientierung

Für Interim Manager spielen Unternehmenspolitik, Partialinteressen oder persönliche Karriereerwartungen keine Rolle. Allein ihren Auftraggebern und der Aufgabe verpflichtet, können sie sich voll auf die sachorientierte Lösung ihrer Aufgaben konzentrieren.

Schnelle Verfügbarkeit

Klare Briefings, genaue Aufgabenprofile und professionelles Vertragsmanagement vorausgesetzt, kann ein Mandat in kürzester Zeit besetzt werden und der Interim Manager seine Tätigkeit aufnehmen. Informationen zur Projektbesetzung bei der taskforce finden Sie hier.

Amortisation

Professionelle Interim Mandate basieren auf gerechneten Business Cases. Trotz des Vorurteils, dass Interim Management teuer sei, garantieren gut geplante Mandate einen klaren Return of Investment. Auch wenn sich viele immaterielle Werte nicht in harten Zahlen ausdrücken lassen, zeigt die Erfahrung, dass sich Mandate bei anspruchsvollen Projekten und Besetzungen auf der ersten und zweiten Führungsebene oftmals um den Faktor 5 bis 10 amortisieren.

Hohe Kostentransparenz

Festanstellungen gehen mit erhebliche Nebenkosten einher, die beim Einsatz eines Interim Managers vermieden werden. Nähere Informationen dazu finden Sie im Abschnitt „Was kosten Interim Manager?“

Wissenstransfer

Interim Manager bringen externes Fach- und Managementwissen sowie vielfältige Projekterfahrungen in die Unternehmensorganisation ein und bereichern sie durch wertvolle Sichtweisen von außen. Dass umgekehrt kein vertrauliches Wissen abfließt, ist bei seriösen Anbietern durch entsprechende Vertragsklauseln zum Geheim- und Datenschutz von vornherein gewährleistet.

Nachhaltigkeit

Bei aller notwendigen Krisenintervention und „Ersten Hilfe“ sollten die aufbauenden, erneuernden und produktivitätssteigernden Leistungen von Interim Einsätzen nicht unterschätzt werden. Das vom Interim Manager mitgebrachte Wissen bleibt dem Unternehmen auch nach Mandatsende erhalten.

Interim Management kann aber nur dort wirksam werden, wo es wirklich gewollt und entsprechend mit klarem Mandat ausgestattet und strukturell unterstützt wird. Damit der Manager erfolgreich agieren und gegebenenfalls auch durchgreifen kann, muss er vom Auftraggeber und den wichtigsten Machtpromotoren richtig positioniert und im Unternehmen verankert werden. Klare und schnelle Kommunikation über die Ziele des Engagements sowie die Rolle und Befugnisse des Managers sind deshalb unabdingbare Voraussetzungen.

Die Höhe der Tagessätze hängt stark von den Erfahrungen und Kompetenzen des Interim Managers und dem Stellenwert seiner Aufgaben ab. Entscheidender Indikator ist die Führungsebene, in der der Interim Manager tätig werden soll.

Das Vorurteil, dass Interim Management teuer sei, basiert meistens auf Fehlannahmen. Werden alle Risiken und Nebenkosten einer Festanstellung zum Vergleich herangezogen, steht das Interim Mandat im Vergleich durchaus gut da. Extern bezogene Management-Dienstleistungen sind klar kalkulierbar. Zudem entfallen Besetzungs- und Gehaltsnebenkosten, Sozialabgaben sowie Kosten für Firmenwagen und Versorgungsleistungen. Des Weiteren gibt es weder Abfindungen noch mögliche Streitkosten, die bei der Trennung von fest angestellten Managern signifikant sein können.

Zudem müssen Kosten in diesem Kontext nicht absolut, sondern in Relation zum erwirtschafteten Wertbeitrag betrachtet werden.

Auftraggeber von Interim Mandaten können einen Amortisationsfaktor zwischen 5 und 10 erwarten. Wenn man also davon ausgeht, das ein Mandat im Durchschnitt um die 200.000 Euro kostet, sollte es Leistungen und Werte im Wert von etwa ein bis zwei Millionen Euro generieren beziehungsweise schützen.

In den Auswahlprozess sollten ausschließlich erfahrene Manager mit herausragenden Qualifikationen, nachgewiesenen Erfolgen und langjähriger Führungserfahrung kommen.

Kunden von Interim Management-Dienstleistungen können zu schnellen und guten Suchergebnissen beitragen, wenn sie präzise Anforderungsprofile mit ungeschönten Aufgabenbeschreibungen und realistischen Zielformulierungen liefern.

Auch wenn das Mandat am Anfang so präzise wie nur möglich definiert werden soll, ist es dennoch wichtig, von vornherein ein gemeinsames Verständnis darüber zu vereinbaren, dass Auftragsbeschreibungen und Zielvereinbarungen veränderlich sind und regelmäßig mit dem Auftraggeber überprüft und gegebenenfalls angepasst werden müssen.

Nähere Information zum Projektbesetzungsprozess finden Sie hier.

Interim Manager machen zunächst ganz klassische Manager-Karrieren. Das müssen sie, denn langjährige Managementerfahrungen im Unternehmen sind für diesen Beruf unerlässlich. Der Erwerb dieses Erfahrungshorizontes und des damit verbundenen „Stallgeruchs“, der Manager unmittelbar als Manager erkennen lässt, bleibt essenzielle Voraussetzung. Die spezifischen Anforderungen der Unternehmensführung lassen sich nicht an Universitäten, Business Schools und Fachhochschulen lehren und theoretisch erproben.

Gleichwohl scheint sich das Berufsbild des Interim Managers im Zuge der Professionalisierung dieser Branche zu wandeln. So ist ein klarer Trend zu verzeichnen, Interim Management nicht nur als einen möglichen Entwicklungspfad zu betrachten, sondern als gezielt verfolgten Karriereweg. Was sich also ändert, ist die Frage, ob Interim Management nur ein möglicher Ausstieg aus der Festanstellung oder aber ein bewusst verfolgtes Ziel ist. Und dieser Unterschied hat Folgen: Für die Unternehmen, denen es offensichtlich immer schwerer fällt, ihre Topleute langfristig zu binden, wie für die jüngeren Manager, die zunehmend gezielt die für dieses Berufsbild notwendigen spezifischen Fähigkeiten erwerben, anwenden und stetig weiterentwickeln.

Interim Manager verfügen über ein überdurchschnittliches Selbstvertrauen und sind tendenziell bereit, auf Routinen, Kontinuitäten und gewisse Sicherheiten zu verzichten. Sie haben die Fähigkeit, sich schneller als andere in sich schnell verändernden und oft auch konfliktreichen Umgebungen zurechtzufinden. Ein hohes Maß an Leistungsbereitschaft, Neugier und Ehrgeiz sowie ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Entscheidungsfreiheit bewegt diesen Manager-Typus dazu, in die berufliche Unabhängigkeit zu gehen.

Die taskforce setzt auf hochqualifizierte Interim Manager und wählt diese in einem mehrstufigen Prozess aus. Gerne unterstützen wir Sie bei der Suche nach einem geeigneten Manager. Bitte sprechen Sie uns jederzeit an.

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