28.11.2018

Erfolgsfaktor Innovationskraft – Wie Transformation im „kognitiven“ Zeitalter gelingt. Ein Dialog von taskforce und Rödl & Partner mit Vorreitern der digitalen Transformation

Von Ilka Hars, Partnerin und Mitglied der Geschäftsleitung

Wenn sich Digitalisierungsverantwortliche von Audi, Datev, Heidelberger Druckmaschinen und Rödl & Partner mit zwei Partnern der taskforce – Management on Demand GmbH an einen Tisch setzen, könnte man meinen, man befände sich in einem Co-Working-Space, in dem branchenübergreifend Ideen entwickelt werden. Doch in diesem Fall hatten taskforce und die Kanzlei Rödl & Partner Geschäftskunden zu einem Erfahrungsaustausch zum Thema digitale Transformation in das Stammhaus der Kanzlei eingeladen. Die Disruption zahlreicher Geschäftsmodelle, immer neue digitale Anwendungen und Veränderungen der Arbeitswelt erfordern von Entscheidern aller Unternehmensgrößen konsequentes Handeln – und zwar jetzt.

Mit Jürgen Grimm, Heidelberger Druckmaschinen GmbH, Dr. Werner Hamberger, AUDI AG, Jörg Rabe von Pappenheim, Datev e.G., Prof. Dr. Christian Rödl und Dr. Thomas Riegler, taskforce, standen am 19. November namhafte Vertreter aus Unternehmen auf dem Podium, die bereits Digitalisierungsprojekte erfolgreich auf- und umgesetzt haben.

In einer inspirierenden und offenen Podiumsdiskussion erhielten die Gäste einen tiefen Einblick in das, was die Unternehmen erreicht haben, aber auch in die Risiken und Fehler, die dabei nie ganz zu vermeiden sind. Gerade im Mittelstand werden Innovationskraft und die Geschwindigkeit, mit denen die Unternehmen sich den Kundenerfordernissen anpassen , als zentrale Erfolgsfaktoren für die Erhaltung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit wahrgenommen. Der durch die zunehmende Digitalisierung ausgelöste Transformationsdruck, der auf den Unternehmen lastet, wurde in den Statements und in der anschließenden Diskussion intensiv erörtert. Im Mittelpunkt, darin waren sich die Teilnehmer einig, steht der Kulturwandel, den jedes Unternehmen durchlaufen muss. Um diese Transformation zu beschleunigen, bedienen sich einige Firmen eines Start-ups, das an das Unternehmen angegliedert wird, andere bilden einen eigenen Innovation Hub, der neben seiner Signalwirkung die Aufgabe hat, neue Themen und agile Arbeitsweisen ins Unternehmen zu bringen. Nicht zu vernachlässigen ist die professionelle Steuerung solcher Veränderungsprojekte, die von „ganz oben“ initiiert, gewollt und unterstützt werden müssen. Gerade an dieser Stelle empfiehlt es sich, einen erfahrenen Manager einzusetzen, der offen für Neues ist, aber die nötige Skalierung im Business ebenso beherrscht.

Zum Abschluss der Veranstaltung lautete ein zentrales Fazit: Wer die digitale Transformation erfolgreich umsetzen will, muss bei den Prozessen beginnen, denn sie sind es, deren Beschreibung, Optimierung und Standardisierung jedes Unternehmen herausfordern. Erst wenn alle Prozesse klar in einem System abgebildet sind, sollte über die Gewinnung und den zielgerichteten Einsatz von Daten gesprochen werden. Die dafür erforderlichen Tools gibt es bereits in großer Auswahl. Deshalb ist nicht Künstliche Intelligenz an sich das Problem, sondern die Veränderung des Mindsets sowie die Bereitschaft der Belegschaft, die notwendigen Schritte für eine erfolgreiche Transformation mitzugehen. Die meisten Sorgen der Mitarbeiter sind dabei unbegründet. Denn KI wird kaum jemals den Menschen ersetzen, sondern ihm dabei helfen, die Probleme von Unternehmen, Kunden und Nutzern immer besser zu lösen.

Die gemeinsame Veranstaltung verantwortete seitens der taskforce Ilka Hars, Partnerin und Mitglied der Geschäftsleitung.


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