25.02.2019

taskcase 1/19: Millionenschwere Einsparungen als kapitaler „Beifang“ eines Supply Chain Mandats

Millionenschwere Einsparungen als kapitaler „Beifang“ eines Supply Chain Mandats

Erfolgreiche Restrukturierung der Produktions- und Lieferketten – Wertstrom-Modell löst Zuschlagskalkulation ab – Ergebnisverbesserung von 4 Millionen Euro

Ein mittelständischer Tier-1-Anbieter für akustisch wirksame Kraftfahrzeugbauteile stand vor der Herausforderung, die Supply Chain seiner Werke zu verschlanken. Über die Restrukturierung der Lieferketten hinaus, sollte die bestehende Supply Chain Organisation strukturell und methodisch neu aufgestellt werden. Mandatiert wurde für dieses Projekt taskforce Manager Peter Fischer, der über langjährige Führungs- und Projekterfahrung im Operations- und Supply Chain Management in mittelständischen Unternehmen weltweit verfügt.

Im Zuge der Analyse der Geschäftsprozesse innerhalb der Supply Chain Organisation fielen erhebliche Diskrepanzen zwischen kalkulierten und tatsächlichen Herstellungskosten auf. Insbesondere Logistikkosten wurden kalkulatorisch nicht richtig berücksichtigt. Das verwendete Kalkulationsmodell beruhte noch auf einer traditionellen Zuschlagskalkulation für einen Standort, bei der die jeweils günstigsten Arbeitsplätze kalkulatorisch aneinandergereiht werden. Allerdings waren im Laufe des kontinuierlichen Wachstums des Anbieters die Arbeitsplätze so über mehrere Werke verstreut, dass erhebliche Handling- Transport- und Lagerkosten nicht bzw. nicht richtig erfasst wurden. Im Ergebnis wurden durch die überschlägige Kostenverteilung einfache Produkte zu teuer kalkuliert, weshalb hier die Nachfrage zum Teil vollständig einbrach. Komplexe, über viele Prozessschritte und Standorte hinweg zu fertigende Produkte wurden hingegen durchweg zu billig kalkuliert und deshalb trotz steigender Auftragszahlen mit erheblichem Verlust produziert.

Über die erfolgreiche Restrukturierung der Supply Chain hinaus, hat Peter Fischer – „als Beifang“ – ein Wertstrom-Modell zur Angebotskalkulation und zum Aufbau der Produktionsstruktur für Neuprodukte entwickelt. Mit Hilfe dieses Modells werden bereits bei der Angebotskalkulation die künftig verschlankten Produktionsmodelle mit One-Piece-Flow, optimierter Arbeitsplatzgestaltung, Direktanlieferung von Komponenten an die Verbrauchsstelle sowie Minimierung der internen Transporte hinterlegt.

Der eher klassisch aufgestellte Finanzbereich stand dem neuen Kalkulationsmodell zunächst skeptisch gegenüber. Anhand von Beispielkalkulationen mit Echtdaten aus aktuellen Projekten wurden die erzielbaren Effekte im direkten Vergleich der Modelle jedoch umgehend sichtbar, was auf der Entscheidungsebene zu einem grundsätzlichen Umdenken bei der Kalkulation und Auslegung von Neuproduktionen führte.

Im Ergebnis konnte neben einer künftig realistischen und marktfähigen Kostenkalkulation bei den noch beeinflussbaren Neuprojekten sowie den anstehenden Projekten in der Pipeline eine Ergebnisverbesserung von 4 Millionen Euro dargestellt werden. Entsprechend zufrieden zeigt sich der Kunde: „Mit Peter Fischer haben wir für das Projekt „SCM und logistische Neuausrichtung“ einen Manager gefunden, der die zentralen Schnittstellenbereiche fachlich sauber gelenkt hat. Mit seiner gewinnenden und engagierten Persönlichkeit hat er das Projektteam nicht nur zielgerichtet geführt, sondern als vollintegriertes Teammitglied den Veränderungsprozess substanziell vorangetrieben. Dass sich das gesamte Team mit dem übergeordneten Ziel identifizieren konnte, war ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die nachhaltige Umsetzung der neuen Prozesse.“ Das Beispiel zeigt, wie taskforce Manager als mitdenkende Partner des Managements über ihre mandatierten Aufgaben hinaus Verbesserungspotenziale identifizieren, ihre Projektpartner von optimierten Lösungen überzeugen und diese erfolgreich umsetzen.


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