26.01.2018

Wie man für Private Equity-Portfoliounternehmen die „EBITDA-Bandbreite“ managt und die Operating Partner-Funktionen auslagert

Von Johan Werbrouck, Managing Director Private Equity für Europe bei Resources Global Professionals* (RECN/Nasdaq)

Zusammenfassung: Die zentrale Dienstleistung von Resources Global Professionals (RGP) für mittelgroße Private Equity-Fonds (Mid-Cap-PEs) liegt in der Übernahme von Operating Partner-Funktionen, für die die großen Fonds in der Regel interne Teams einsetzen. Als ehemalige P&L-Executives, Projekt- und Programm-Manager wissen unsere Senior Consultants und Interim Manager, wie Wertströme schnell analysiert und Wertsteigerungen konzipiert und implementiert werden, um in Zusammenarbeit mit den Geschäftsleitungen und Geschäftspartnern die EBITDA-Lücke zu schließen. Je nach verfügbarer operativer Bandbreite managen wir die Wertströme und die jeweiligen Projekte in einem Lenkungsausschuss in einem Program Management Office.

 

Da die Zeiten vorbei sind, in denen die Renditen sogenannter Beschränkter Partnerschaften (LPs) von Arbitrage- und Hebeleffekten getrieben werden, kommt der betrieblichen Wertschöpfung heute eine Schlüsselrolle zu. Der einzig verbliebene Ansatz liegt im Management der EBITDA-Bandbreite, d. h. im Schließen der Performance-Lücke zwischen dem Ist-Zustand und dem angestrebten Ziel-Zustand beim EBITDA. Große Fonds wie Cerberus Capital, TPG, KKR, CVC, Advent oder Carlyle verfügen für ihre Portfoliogesellschaften über hervorragende Operating Partner-Teams und/oder Directors für operative Dienste. DACH-basierte PE-Fonds konzentrieren sich hingegen zumeist auf Unternehmenswerte zwischen 75 und 150 Millionen und suchen nach den für sie attraktivsten Zielunternehmen entsprechend im “Mittelstand”. Die meisten der oft noch vom Gründern bzw. Seniorchefs geführten KMUs sind überaus produkt- und technikorientiert. Sobald es aber um Skalierung, Einführung von Governance-Strukturen sowie den Fokus auf das Erreichen der nächsten Wertstufe im internationalen Kontext geht, zeigen sich deutliche Defizite. Um diese These zu unterlegen, haben wir für RGP in Deutschland über 200 PE-Fachleute zu den Herausforderungen von PE-Fonds bei der Steigerung ihrer Wertschöpfung befragt. Die meisten dieser Mid-Cap-Fonds (von 150 Mio. bis 1 Mrd. Euro verwaltetes Vermögen) verfügen über keine eigenen Operating Partner und über keine eingeführten KPIs, um die Fortschritte ihrer EBITDA-Maßnahmen zu messen. Aus diesem Grund ersetzen sie zunehmend klassische Unternehmensberatungen durch spezialisierte Managementdienstleistungen und wir sind überzeugt, dass RGP mit taskforce in der DACH Region hier optimal positioniert ist.

Bei der vertieften Betrachtung der Wertsteigerungsquellen für PEs bei Due Diligence-Prüfungen oder nach Unternehmensübernahmen ist eine grundsätzliche Verlagerung festzustellen. Während in der Vergangenheit die meisten externen Aufgaben von klassischen Unternehmensberatern (McK, BAIN & Co, BCG, Roland Berger, etc.) durchgeführt wurden, entfallen auf diese nach unserer aktuellen Umfrage heute nur noch 30 Prozent. Der Rest verteilt sich auf hochkarätige Fachleute und Interim Manager mit tiefem, für das anvisierte Zielunternehmen relevantem Branchenwissen. Über praxisnahe und anwendungsfähige Benchmarks für die Bereiche Direktbeschaffung, Umschuldung, Preisgestaltung, Betriebskapital, Sales Excellence usw. bereits vor der Kaufentscheidung zu verfügen, wird zunehmend wichtiger, denn sie sind der Grund, weshalb der PE-Fonds X höhere Preise zu zahlen bereit ist, als der PE-Fonds Y, und damit schließlich den „Deal“ gewinnt.

Die Fähigkeit, bewährte Branchen-Best-Practices anzuwenden und mit den zu erwartenden finanziellen Auswirkungen und Synergien sowie dem tiefen Verständnis dieser Benchmarks zu verbinden, wird zunehmend zur Voraussetzung, um den angestrebten Handel erfolgreich abzuschließen. Als ehemaliger Berater bei BAIN & Co weiß Johan Werbrouck, dass Fonds erfahrene “Plug & Play”-Experten benötigen, die bereits in der Due-Diligence-Phase an Bord sind, um Kurzzeitlösungen zu präsentieren, und dann vor allem in der Post-Acquisition-Phase tätig werden, um den EBITDA zu verbessern und das Unternehmen in die vom Investmentansatz gewünschte Exit-Form zu bringen.

Nutzen Sie RGP als “Expertenboutique”, die, flankiert von hochrangigen Branchenführungskräften und früheren Unternehmensberatern, die Workshops mit den PE-Partnern und ihren Teams führen und im Bedarfsfall auch das PMO managen, sofern es keine eigenen Operating Partner gibt. Die meisten unserer Fachleute verfügen über 15 bis 20 Jahre Erfahrung in spezifischen Feldern wie Lean, CFO, Produktion, Vertrieb, IT. Die Arbeitsergebnisse dieses erprobten „Plug & Play“-Dienstleistungsmodell für PE-Fonds und ihre Portfoliogesellschaften sind sofort sichtbar.

Was sind unsere Alleinstellungsmerkmale für PE-Unternehmen im Mid-Cap-Segment der DACH-Region?

Drei Dimensionen kennzeichnen unsere Leistungsversprechen:

  1. Wir verantworten die Umsetzung strategischer Projekte: Wir arbeiten nicht mit Anfängern, sondern lösen Probleme für PE-Fonds mit Hilfe hochrangiger Fachleute, entweder früherer Direktoren von Unternehmensberatungen oder Führungskräften, die von Branchen- und/oder funktionalen Experten flankiert werden.
  2. Ins Risiko gehen: Klassische Beratungshäuser haben oft Vorbehalte gegenüber erfolgsbasierten Honorar-Modellen. Da wir von unserem Ansatz fest überzeugt sind, gehen wir mit eigenen Mitteln ins Risiko. Fonds sind zunehmend offen dafür, nach diesem Modell zu arbeiten.
  3. Bewährte Methoden einsetzen: Wir nutzen Synergien aus Best-in-Class- Wertschöpfungsmodellen bei Firmen im PE-Portfolio. Die Methodik ist definiert und die internen und unabhängigen Berater arbeiten hinsichtlich der Methoden, Aktivitäten und erwarteten Ergebnisse in einem qualitätsüberwachten Setting.

Auf diese Weise können PEs einschätzen, welche Leistungssteigerungen wir bewirken: Interessierten PEs bieten wir niederschwellige Workshops, um die ausgewählte Portfolio-Firma zu überprüfen. Das kann ein Neuerwerb sein oder ein „Underperformer“, der vor dem geplanten Ausstieg wieder leistungsfähig werden muss. Und sollten im PE-Unternehmen keine Operating Partner vorhanden sind, können diese Funktionen durch uns übernommen werden.

 

Johan Werbrouck | Managing Director EMEA Private Equity | Resources Global Professionals

M: +49 172 / 6990021

Als Alumnus von BAIN & Co (PE Beratungskompetenz) verfügt Johan über Führungserfahrung bei General Electric und ein tiefgreifendes Verständnis der Herausforderungen im Bereich Private Equity. Seine Tätigkeit umfasst Entwicklung und Rollout von neuen Initiativen für Klienten auf dem Gebiet der internationalen Geschäftsentwicklung (M&A-Wachstum), Umsatzwachstum und Aufbau von PMO-Governance-Strukturen, um EBITDA-orientierte Wertsteigerungsprogramme voranzubringen.

 

*Über RGP:

RGP, die operative Tochtergesellschaft von Resources Connection, Inc. (NASDAQ: RECN), ist ein multinationales Beratungsunternehmen, das Führungskräfte bei der Umsetzung interner Herausforderungen unterstützt. RGP bewirkt interne Veränderungen in allen Unternehmensbereichen: Accounting; Finanzen; Unternehmenssteuerung; Risiko und Compliance Management; Unternehmensberatung; Strategische Kommunikation und Restrukturierung; Informationsmanagement; Human Capital; Supply Chain Management; sowie Recht und Regulatorik. RGP wurde 1996 von einer der „Big Four“-Wirtschaftsprüfungsgesellschaften gegründet. Heute ist RGP ein börsennotiertes Unternehmen mit über 3.300 Fachkräften, die in 67 Niederlassungen jährlich mehr als 1.800 Kunden auf der ganzen Welt betreuen. RGP, mit Hauptsitz in Irvine, Kalifornien (USA), hat 87 der „Fortune 100“-Unternehmen betreut. Das Unternehmen ist am NASDAQ Global Select Market gelistet, der höchsten Stufe der Zulassungsbestimmungen der Börse. Mehr Informationen über RGP sind verfügbar auf www.rgp.com. www.rgp.com


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