30.08.2018

Zwei Branchen, ein Netz – Die gemeinsame Nutzung ihrer Netzinfrastrukturen eröffnet Energieversorgern und Telkos Synergiepotenziale

Von Heinrich Schülen und Dirk Niederberghaus

Die Grenzen zwischen Telekommunikations- und Stromanbietern werden immer durchlässiger. Ihre Gemeinsamkeit: das Betreiben von Netzen in der Fläche. Kein Wunder, dass über Branchen- und Technologiegrenzen hinweg immer mehr Synergien gehoben werden. Fachlich versierte und programm- wie führungserfahrene Interim Manager unterstützen Versorger und IKT-Anbieter bei der Bewältigung der damit verbundenen Herausforderungen.

Es wird immer ungemütlicher: Die klassischen Versorgungsanbieter im Strom- und Telekommunikationsmarkt stehen unter wachsenden Wettbewerbs- und Innovationsdruck. Kunden vergleichen Preise und Leistungen sowohl für Strom als auch für Bits und Bytes zunehmend kritischer. Sich zurückzulehnen und die Kunden die eigenen Leistungsangebote nutzen zu lassen, reicht schon lange nicht mehr aus. Die Umgebungsbedingungen ändern sich in immer kürzer werdenden Zeitabständen. Der Anpassungsbedarf steigt und dabei zeigt sich, dass Betreiber von flächendeckenden Netzen, ganz gleich ob diese Energie oder Informationen transportieren, vor ähnlichen Herausforderungen stehen:

  • Der fortschreitende Preis- und Margenverfall führt zu wachsendem Effizienz- und Kostendruck.
  • Steigende Kundenerwartungen an Bandbreiten, Services und im B2B-Segment geforderte Leistungsgarantien erhöhen empfindlich die Kosten.
  • Die von der Bundesnetzagentur geförderte zunehmende Markttransparenz und Online-Plattformen lassen die Kundenbindung sinken und damit Preisdruck und Wechselbereitschaft markant steigen.
  • Rasante technische Entwicklungen wie 5G oder bidirektionale Stromnetze erfordern zunehmend kurze Reaktions- und Implementierungszeiten und steigern zugleich die investiven Risiken.

Zugleich eröffnet der digitale Wandel beiden Branchen zahlreiche Geschäftspotenziale:

  • Neue Anwendungen und Technologien mit hohen technischen Leistungsanforderungen von Industrie 4.0 / IoT über Tele-Medizin bis zum autonomen Fahren breiten sich rasant aus.
  • Produktions- und Distributionsleistungen der Energieerzeuger in Intelligenten Stromnetzen, den Smart-Grids, und Smart Meter erfordern die digitale Erfassungs- und Steuerungskompetenz der IKT-Branche.
  • Das Füllen der weißen Flecken in der Breitband-Abdeckung auf dem Land bietet Zugang zu bislang vernachlässigten Kundengruppen und Geschäftsmodellen.

Die Kombination aus beiden Entwicklungen legt es für Telekommunikations- und Stromanbieter nahe, immer enger zusammenzurücken und gemeinsame Zukunftsperspektiven zu entwickeln. 

  • Energieversorger unterstützen ganze Kommunen mit Smart City und E-Mobility-Lösungen etwa durch kombinierte Tank- und E-Lade-Karten.
  • Telekommunikationsanbieter stellen Energieversorgern die Stromanschlüsse ihrer Kabelverzweiger für E-Lade-Stationen zur Verfügung.
  • Beide Wege eröffnen wechselseitig enorme Cross- und Up-Sellingpotenziale.
  • Gemeinsame Apps und Plattformen dienen dazu, den Kunden stärker zu binden und den Zugang zu ihm zu erleichtern.
  • Auf der Infrastruktur- und Kostenseite werden Teile des Netzbetriebs, wie die kostenintensiven Arbeiten im Feld z. B. für Wartungsarbeiten zusammengelegt.

Diese zahlreichen Aufgaben und enormen Herausforderungen strategisch anzugehen und effizient umzusetzen, erfordert - oft auch kurzfristig - Cross-Industry-Erfahrungen, spezifische Expertisen und zusätzliche Management-Kapazitäten.

Fragen Sie uns – wir helfen Ihnen gerne weiter.

Kontakt: heinrich.schuelen@taskforce.net; dirk.niederberghaus@taskforce.net


Zurück